Mandira Nabula
 



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Ausnahme

Gestern war schrecklich.
Alle Befürchtungen haben sich bestätigt und es kam, kurz davor, zum Totalausfall.

Es war wieder dieser typische Trigger. Ga nicht die Tatsache, dass er da ist, sondern viel mehr, dass er kommt.
Diese Sekunden vor dem "Knall".
Immer gleich... Man hört die Schritte, das Klopfen, das Klingeln, das Atmen, den Puls,... Und er kommt... und es wird schlimm... die angst unerträglich. Nur durch die Tatsache, dass er sich nähert.
Was passiert, weiß man nicht, aber man muss mit dem Schlimmsten rechnen: Schmerz, Grausamkeit, Angst.
Dieser Trigger zieht sich wie ein Faden durch alle Täterkonfrontationen.
Es ist wie sterben.
...

Und dann war er da.
Und ich weg.
Nur Bruchstücke... Alles dreht sich und zittert, nichts gehört mir und alles ist fremd.
Menschen. Was tu ich hier? Wo bin ich? Wer fasst mich da an?
Man hört Worte, aber kann deren Bedeutung nicht begreifen.
Man sieht Gesichter, aber erkennt sie nicht.
Man versteht den Aufruhr nicht.

Erst mit der Zeit kommt das Begreifen. Aus der fremden Frau wird meine Betreuerin, ich erkenne endlich ihr Gesicht wieder. Herz da. Noch mehr Menschen. Und er. Arschloch.

Ich weiß wieder, was los ist. Weiß wieder, welche Aufgabe ich zu erfüllen habe.
Die Innenwelt drückt. Ich gebe kurz dem Impuls nach, mich erinnern zu wollen, was gerade los war, zu sortieren.
Und da ist sie. Weint. Hat angst und ist traurig. Und noch mehr...
Und sofort verschwinde ich wieder im Raum.
Ich kämpfe dagegen an. Nicht jetzt. Okay. Nicht nachdenken. Nur Aufgabe erledigen:
Hinsetzen, zuhören, souverän wirken. Versuchen, die Worte zu speichern, so gut es geht. Und im richtigen Moment ansprechbereit sein.
Und bloß nicht nach innen denken!
Mauern oben lassen.
Verdrängen.
Sonst wäre ich nicht einsatzfähig.
Termin souverän überstehen und nicht darüber nachdenken, was dieses Arschloch, 2 Stühle weiter, in der Vergangenheit so angestellt hat.
Nicht an Mauern kratzen, ausweichen, vermeiden.

 

Es ist doof.
Die ganze Zeit im Hinterkopf, die Therapie wird mich zwingen wollen, hinzusehen. Mich mit ihr und ihnen und den Vergangenheiten auseinanderzusetzen. Ihre Vergangenheiten, als meine akzeptieren, ...

Aber was dann?
Wie soll ich mit o.g. Situationen fertig werden, ohne nötige Dissoziation?
Ja, es tut mir leid für sie, dass sie so traurig und ängstlich ist, aber würde sie mir näher stehen, könnte ich in gefährlichen Situationen nicht mehr weit genug weg?! Was, wenn sie sich an mir festhält? Da bleibt? Mich nicht meine Aufgabe(n) tun lässt?

Dieser Ausfall vor all den Menschen, war schon peinlich genug.
Und er hat es sicher auch mitbekommen, wenn auch (hoffentlich) nicht life.
Aber nun weiß er, dass ich immernoch schwach bin.
Und er triumphiert...
Ich wollte nie wieder, dass er mich so schwach erlebt.
Jetzt fühlt er sich wieder umso stärker.

28.7.16 23:32
 
Letzte Einträge: Zwischenbericht, Multiple Persönlichkeit / Dissoziative Identitätsstörung, Hmn..., So..., Ungewissheit


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