Mandira Nabula
 



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Arbeitssituation

Es ist so, dass ich beim Jobcenter momentan als "arbeitsunfähig" eingestuft bin.
Ich habe meinen Realschulabschluss, eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine abgebrochene weiterführende Ausbildung hinter mir.
Danach... Krankenhaus, Therapie, Leben auf die Reihe bringen, schwanger sein, Mutterschutz, Erziehungszeit, vergessener Part einer Bedarfsgemeinschaft sein...
Und nur, weil ich die gewaltätige Ehe zu meinem ExMann beendet hab, ist das Jobcenter wieder auf mich aufmerksam geworden... und nun gehts wieder los. Arbeitsunfähig... Therapie...

Im Grunde wäre es mir ja egal, wenn die Menschen mich nicht verstehen und meine Entscheidungen nicht nachvollziehen können. Wenn ich mich nur nicht immer wieder rechtfertigen müsste. Und wie kann ich mich nur rechtfertigen? Indem ich über meine Unzulänglichkeiten sprechen muss.
Ich habe wirklich intensiv darüber nachgedacht, ob ich nicht arbeiten kann oder nicht arbeiten will.
Fakt ist: Ich würde sehr gerne arbeiten. Ich würde so gerne eine stinknormale Frau sein, die ein stinknormales, für manche vielleicht langweiliges Leben führt... Mit mindestens 2 Kindern, einer intakten und glücklichen Ehe, eine 40-Stunden Arbeitswoche, die auch gern mal ab und zu stressig sein darf...Jeden Tag frisch gekochtes Essen auf den Tisch stellen, vielleicht sogar Elternsprecherin in der Schule eines meinerKinder sein...
Das alles wär schön. Aber ich muss mir einach eingestehen, dass das alles nicht so erreichbar ist. Manches vielleicht. 1 Kind hab ich immerhin. und auch liebestechnisch bin ich so glücklich, wie ich gar nicht vermutet hätte, dass es möglich sein kann. Also weiß ich, dass ich vielleicht doch einige Dinge auch erreichen kann, wenn ich bereit bin, und die Kraft habe, daran zu arbeiten.

Aber ich habe für mich auch erkannt, dass es sich nicht lohnt, sein Leben damit zu verschwenden, um nach all den unerreichbaren Dingen zu gieren und nie zufrieden zu sein.

Ich bin zufrieden damit, dass ich momentan nicht arbeite.
Und im Gegenteil, ich könnte mir momentan nicht vorstellen, zu arbeiten. Ein intakter Teil dieser Gesellschaft zu sein, der mir die ganze Zeit so fremd ist.
Die meisten Menschen können sich nicht vorstellen, wie es sich anfühlt, die Türklinke in der Hand, und einfach nicht weiter zu können, weil einem die Panik überkommt, das Haus, die sichere Wohnung, zu verlassen.

Die Angst, den Anforderungen nicht zu entsprechen. Nicht genug zu sein - wie man es sein ganzes Leben lang vorgehalten bekam. Nichts zu Stande zu bringen... Die Angst, auch nur etwas anzufassen, weil man es ja doch gleich falsch machen könnte. Fehler. Panische angst vor Fehlern und deren Folgen, Sanktionen...

All diese Ängste, Sorgen, Blockaden, ... hindern. Lassen mich nicht so funktionieren, wie es die Gesellschaft von mir erwartet. 

Und wenn man es doch versucht, irgendwie zu erklären, kommen alle mit dem Argument: "Aber es fühlt sich doch gut an, gebraucht zu werden... Dem Staat etwas zurückzugeben... nicht nutzlos zu sein..."

Ja Gott, was soll ich antworten?

"Ich werde jeden Tag gebraucht... Ich habe 1 Kind und Tiere, die mich brauchen, für die ich täglich Entscheidungen treffen, mich kümmern muss. Ich genieße es, wenn ich nicht gebraucht werde. Dem Staat etwas zurück geben? Ja nee... das Thema würde jetzt ausufern... und nutzlos... tja... besser als immerzu nur benutzt..."

Stattdessen sitze ich meist da und schweige und denke mir meinen Teil. Lass sie reden.

6.3.16 20:32
 
Letzte Einträge: Zwischenbericht, Multiple Persönlichkeit / Dissoziative Identitätsstörung, Ausnahme, Hmn..., So..., Ungewissheit


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